Die Liebe zu meiner Klinge

Die Liebe zu meiner Klinge.

Keiner weiß, dass es ohne sie nicht ginge.

Wenn das Blut über meinen Arm rinnt.

Ich weiß ja, dass irgendwas in mir spinnt.

Aber schon seltsam, dass ich erst dabei dieses Glück fühle.

Ihr glaubt doch nicht ernsthaft, dass ich lüge?

Es ist Wahnsinn, es ist falsch, aber es tut gut.

Nicht selten lindert es diese seltsame Wut.

Die Liebe zu meiner Klinge.

Wie ich zusammen mit ihr meine Lieder singe.

Wie sie immer und immer wieder in meine Haut eindringt.

Sie ist, was mich nicht selten beschwingt.

Sie ist, was mich am Leben hält.

Wenn ein Blutstropfen über meinen Arm schnellt.

Die Liebe zu meiner Klinge.

Was passiert mit mir, wenn ich mit dem Drang ringe?

Dem Drang, mir die Haut auf zu ritzen.

Dabei auf kaltem Boden zu sitzen.

Ich werde nervös und aggressiv -, weil ihr mich davon abhalten wollt?

Weil ihr´ s nicht bemerken sollt.

Weil es euch das Herz bräche, weil ihr doch eh nie was merken würdet.

Weil ihr eine andere Lösung sucht, weil ihr´ s einfach nicht begreift.

Die Liebe zu meiner Klinge.

Wenn ich wieder irgendwein Gefühl in mich zwinge.

Diese Liebe muss keiner verstehen.

Sie wird wohl für immer irgendwie bestehen.

Das wollt ich euch bloß gestehen.

 

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Suizid

Kaltes Metall an meinem Kopf.

Kalt, ganz kalt.

Die Hand fest um den Griff.

Herz pocht.

Und pocht.

Angst davor, loszulassen.

Angst davor, dass die Muskeln einfach erschlaffen.

Nur ein Gedanke.

Nur noch ein einziger Gedanke.

Es wäre für immer vorbei.

Kaltes Metall an meinem Kopf.

Die Finger am Abzug.

Tränen in den Augen.

Kein Zucken mit dem Mund.

Kein Beben mehr, kein Zittern mehr.

Kaltes Metall an meinem Kopf.

Spiegelt die Kälte in mir wider.

Keine Schmerzen mehr.

Keinen Gedanken werd ich mehr verschwenden.

Kein Blick mehr zurück.

Traurig. Endlos traurig.

Kaltes Metall an meinem Kopf.

Kalt, ganz kalt.

Die Finger am Abzug.

Herz pocht. Hört nicht auf.

Atem immer schneller.

Nur noch ein Gedanke.

Schließe die Augen, Tränen rollen mir übers Gesicht.

 

Ein Schuss.

Und was bleibt?

Nichts, als ein Hauch.

Für immer schlafen

Würde so gerne für immer schlafen,

wer würde mich dafür strafen?

Ich bin fertig mit dem Leben,

will auch gar nicht drüber reden

Kann das alles nicht mehr schaffen,

es würde mich nur zusammenraffen

Seelische Schmerzen quälen mich,

und es interessiert nicht mal dich

Werde von dem allen zerrissen,

hab dieses scheiß Leben verschissen

Willst meine Gefühle wissen?

Heule jede Nacht in mein Kissen

Kannst und wirst es nie verstehen,

denn keiner kann meine Schreie hören,

keiner wird mich je beim Ritzen stören

Es tut so weh,

wenn ich einfach nur steh

Würde so gerne für immer schlafen,

wer würde mich dafür strafen?

Wer würde mich schon vermissen?

Ich wurde schon lange dem Leben entrissen

Das Glück ist mir zwischen den Fingern zerflissen

Will mir nicht helfen lassen,

und du kannst es nicht fassen

Aber die Aussage ist klar

und sie bleibt für immer wahr:

Würde so gerne für immer schlafen,

niemand könnte mich dafür strafen

Ein blutiges Herz

Hieltest du schon mal eins in Händen?

Rotes Blut klebt an weißen Wänden

Trost bekommst du von Farben

Schwärze hinterlässt innere Narben

Bloße Existenz tut weh,

denn ein Herz ist wie ein schwaches Reh

Wenn man nicht versteht, was Leben heißt

und sich nur ein schmutziger Gedanke um einen kreist,

glaubt man, schon das Glück verloren zu haben,

denn in weißen Tauben sieht man schwarze Raben

Man glaubt, jeden Tag zu sterben,

und der Tod beginnt wirklich, um einen zu werben

Hält man unbewusst Ausschau nach jener Hand?

Dein Leben steht schon so nah am Rand

Ein blutiges Herz

Du brauchst eine Hand, die schon mal eines hielt

Eine, die nicht gefühlslos damit spielt

Eine, die weiß, wie sie damit umgehen muss

Eine, die dich führen kann; vielleicht zum heilenden Fluss

Eine, die dich nicht nur heilt, sondern stärkt,

damit du und sonst keiner mehr was merkt

Ein blutiges Herz

ES hat dich zerrissen, geschlagen, geschlagen, von innen aufgefressen

ES hat sich mit Gewalt einen Weg zu deinem Herzen gebahnt

Du hast dich geschrien, dich gewehrt, ES gewarnt

Aber ES fand den Weg,

überquerte den schutzlosen Steg

Es riss dein Herz auf,

stellte sich darauf

Du wehrest dich mutig,

doch ES schlug dein Herz blutig

ES ging, als ES genug davon hatte

Nun ist deins ein blutiges Herz aus Watte

ES ging, ließ die Wunde offen –

du hast ES nie mehr getroffen

Aber ES hat etwas zerstört –

dein Herz wurde nicht „verhört“ – nein –

dein Herz

Ein blutiges Herz

Um zu heilen, braucht es jene Hand,

die es stützt, wie eine Wand

Es muss endlich wieder heilen

und darf nicht länger verweilen

Im Land zwischen Tod und Leben,

wo es zerstört wird neben jenen

Es ist noch gefangen im Land,

ohne jene helfende Hand

Worte

Worte

Wie sie dir in Erinnerung bleiben

Genauso

Wie sie gesagt, wie sie gemacht wurden

Worte

Die dich leben lassen und dir Gefühle geben

Weil sie dich zum Lachen oder Weinen bringen

Worte

Eigentlich doch nur Buchstaben, die in der Luft hängen

Und auch nur ganz kurz

Aber sie können so viel ändern

Worte

Die Zerstörtes heilen können

Während sie Aufgebautes auch kaputt machen können

Worte

Die Mut machen

Worte

Die Mut sinken lassen

Worte

Denen man nachsagt, dass sie machtlos seien

Worte

Die doch so mächtig sind

Heldin

Wenn du Musik hörst

und aufhörst zu atmen,

deine Glücksgefühle auf dich warten.

Wenn du mal gelacht hast,

wenn du mal geweint hast,

wenn du mal öfter nicht an dich gedacht hast.

Wenn deine Trauer wächst und wächst

und du deine Tränen spurlos versteckst.

Wenn du mal einen guten Rat brauchtest,

aber du ihnen nur entgegen fauchtest.

Wenn du mal mit Tränen in den Augen lachtest,

wenn auch nur, weil du vorher Scheiße machtest.

Wenn du unter allem zusammengebrochen bist

und dich alles langsam von innen zerfrisst.

Wenn dein Verstand kein Vertrauen mehr hat

und in dir alles nur noch sterbend kracht.

Wenn du nicht so recht weißt, was dein Herz will,

mach, was dich glücklich macht und es ist still.

Wenn du dein Fake – Lächeln nicht mehr lange oben halten kannst,

lächele, weil du im Gegensatz zu den anderen mehr Probleme mannst.

Wenn du Hilfe brauchst,

aber du es keinem glaubst.

Wenn du das Gefühl hast, allein zu sein

und du nicht merkst: Dich macht das alles klein.

Wenn du Musik hörst

und aufhörst zu atmen.

Zweifel

Wenn du Zweifel an dir selbst hast

und dich das krank macht

Wenn du Angst hast, falsch zu sein,

machst dir aus deinen Gefühlen keinen Reim

Wenn du Angst hast, eine Missgeburt zu sein,

würdest vor Ungewissheit am liebsten schreien

Wenn du nicht mögen willst, was du magst,

nach dem Sinn von allem schon gar nicht mehr fragst

Wenn du weinst, weil du dich selbst nicht leiden kannst

und du alles gute an dir schon längst verloren weinst

Wenn du Angst davor hast, anders zu sein

und du machst dein Herz lieber ganz klein

Wenn du Zweifel an dir selbst hast

und dich das krank macht

Dann weißt du, wie ich mich fühle